Das Projekt SPIDE (Strategic Partnership for Innovation and Development of Entrepreneurship) beruht auf der Suche nach innovativen und kreativen Ideen zur Verbesserung von Kooperationsprojekten und der Effizienz von Wissensvermittlung in den Bereichen Unternehmertum und Management sowie bereits ermittelten und potentiellen Bedürfnissen der Bereiche Bildung, Innovation und Unternehmertum an Hochschulen. Letztere basieren auf den praktischen Erfahrungen der Hochschulen, die als Konsortiumspartner an der Implementierung von “ISPEHE”, einem ERASMUS+ KA2 Strategischen Partnerschaftsprojekt, beteiligt waren.

Das übergreifende Projektziel ist die Qualität der Bildungsprogramme an Hochschulen durch die verstärkte Anwendung von innovativen Ansätzen und praktischen sektorenübergreifenden Methoden zu verbessern, was durch eine stärkere internationale Hochschulzusammenarbeit in den Bereichen Unternehmertum und Management bewirkt werden soll.

Spezifische Ziele des Projekts sind:

  • Erhöhung des praxisbezogenen Lernens und der praktischen Fähigkeiten/Fertigkeiten der Zielgruppe durch den Ausbau und die Integration von Career-Centers, die die diversen Anstrengungen für die Vermittlung von einem besseren Verständnis von Unternehmertum und marktwirtschaftlichen Grundsätzen, Unternehmensführungskompetenzen und notwendigem Wissen für die Implementierung von potentiellen Businessideen auf dem Markt bündeln werden.
  • Befähigung der Zielgruppe im Bereich Unternehmertum und Management durch die Bereitstellung einer virtuellen Umgebung, die eine Verknüpfung zwischen anwendungsorientiertem und theoretischem Lernen erstellt.
  • Qualitäts- und Effizienzoptimierung von Best-Practices an den Partnerhochschulen

Das Projekts besteht aus zwei Hauptkomponenten: Die Entwicklung eines Internationalen Career Centers für Entrepreneurship (ICCE) mit Hilfe von verschiedenen Projektaktivitäten, Workshops, Austausch von Best-Practices und einem Intensivkurs für Professoren und Hochschulmitarbeiter sowie die Entwicklung einer Business Simulation Software (BSS) – einer innovativen IT-Lösung, die Studierenden eine praktische Unterrichts- und Lernerfahrung ermöglicht.

  • Der Mehrwert zu bisherigen Projekten ist, dass das geplante Projekt auf die folgenden Bedürfnisse/Erfordernisse ausgerichtet ist:
  • Stärkung der Verbindung zwischen Hochschulen, insbesondere bzgl. des Austauschs von Erfahrungen und Wissen
  • Entwicklung von gemeinsamen innovativen Lehrmethoden zur besseren Vermittlung von angewandtem Wissen innerhalb der Zielgruppe
  • Durchführung von thematischen, sektorenübergreifenden Workshops zur Erweiterung des angewandten Wissens der Zielgruppemitglieder
  • Entwicklung von funktionalen und innovativen Lösungen zur Effizienzoptimierung von bereits angewandten Lehrmethoden an den jeweiligen Partnerhochschulen.

Die Zielgruppe besteht aus Bachelor- und Masterstudierenden, Doktoranden und Dozenten der beteiligten Partnerhochschulen,  den Mitarbeitern der Career-Centers an den Partnerhochschulen und den Wirtschaftssektoren vor Ort (insbesondere Start-ups und kleinere Unternehmen).

Das geplante Projekt orientiert sich an den Zielen der “EU Agenda Wachstum und Beschäftigung unterstützen – eine Agenda für die Modernisierung von Europas Hochschul-systemen (2011)“. Das Projekt geht auf zwei der insgesamt fünf zentralen Ziele der EU 2020 Strategie ein:

  • Erhöhung der Beschäftigungsquote von 20- bis 64-Jährigen durch spezielle Workshops und IKT-Lösungen, die die für eine selbstständige Erwerbstätigkeit notwendigen Fähigkeiten bei den Teilnehmern erhöhen
  • Reduzierung der Schulabbruchquote durch die Förderung von neuen und verbesserten interaktiven Lehrmethoden und durch die Ermunterung von aktiven Schülern und Studierenden ein Hochschulstudium anzustreben (Sekundarschüler und Studierende).

Das Projekt spricht direkt zwei der vier Ziele des „Strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung 2020 (ET 2020)“ an:

  • Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung
  • Förderung von Innovation und Kreativität — einschließlich unternehmerischem Denkens — auf allen Ebenen der allgemeinen und be­ruflichen Bildung

Die Projekterfolge und –ergebnisse werden zur Erreichung der folgenden Indikatoren des ET 2020 beitragen:

  • Die Quote der Schul- und Ausbildungsabbrecher sollte bei den 18- bis 24-Jährigen unter 10% liegen;
  • Mindestens 40% der Bevölkerung im Alter von 30 bis 34 Jahren sollten eine Hochschulausbildung haben;
  • Der Anteil der berufstätigen Absolventen (im Alter von 20 bis 34 Jahren, die mindestens einen Abschluss der Sekundarstufe II erreicht haben und ihre Ausbildung in den letzten 1 bis 3 Jahren abgeschlossen haben) sollte mindestens bei 82% liegen.

Die Projektkomponenten und –aktivitäten sind so strukturiert, dass für ihre Umsetzung die internationale Zusammenarbeit Voraussetzung ist. Eines der zentralen Ziele ist die Entwicklung von innovativen Lehrmethoden und die Entwicklung und Förderung einer unternehmerischen Kultur bei den Zielgruppenmitgliedern. Für die Umsetzung dieses Konzepts und dessen Verbreitung ist die transnationale Zusammenarbeit entscheidend.

Da das geplante Projekt teilweise die Fortführung eines bereits erfolgreich implementierten Projektes ist, werden darüber hinaus die bestehenden und bereits erfolgreichen Partnerschaften wesentlich dazu beitragen, dass die bisherige Qualität bei der Umsetzung der Aktivitäten aufrechterhalten wird.